Die Frozen Shoulder ist eine schmerzhafte Einsteifung der Gelenkkapsel. Sowohl die aktive als auch die passive Beweglichkeit sind eingeschränkt. Sie kann ohne erkennbare Ursache oder nach einer Verletzung beziehungsweise Operation entstehen.
Woran kann man es erkennen?
- Zunehmender Ruheschmerz und gestörter Schlaf
- Besonders eingeschränkte Außenrotation
- Probleme beim Anziehen oder Griff hinter den Rücken
Wie wird die Ursache geklärt?
Die klinische Untersuchung ist zentral. Röntgen dient insbesondere dem Ausschluss einer Arthrose. Ultraschall oder MRT helfen bei unklarer Situation. Diabetes und Schilddrüsenerkrankungen können mit einer Frozen Shoulder verbunden sein.
Was hilft ohne Operation?
In der schmerzhaften Phase stehen Schmerzlinderung und gut tolerierte Bewegung im Vordergrund; eine gezielte Kortisoninfiltration kann zeitweise helfen. Aggressives Dehnen gegen starke Schmerzen ist nicht das Ziel. Später werden Mobilisation und Funktion schrittweise gesteigert. Eine Hydrodilatation kann in ausgewählten Fällen besprochen werden.
Wann kommt eine Operation infrage?
Bei anhaltend erheblicher Einschränkung trotz ausreichender konservativer Therapie kann eine arthroskopische Kapsellösung erwogen werden. Nutzen und Risiken sowie die unmittelbar anschließende Physiotherapie werden vorab besprochen.
Was bedeutet das für die Zeit danach?
Der natürliche Verlauf kann viele Monate, manchmal mehrere Jahre dauern. Nach einer Kapsellösung steht die frühe, ärztlich abgestimmte Mobilisation im Vordergrund. Zusätzliche Sehneneingriffe verändern den Nachbehandlungsplan.
Passende Nachbehandlung ansehenMedizinische Orientierung: Öffentliches Gesundheitsportal Österreich · ATOS. Inhaltlich aktualisiert: 16.10.2026. Quellen und Einordnung. Diese Informationen ersetzen keinen persönlichen Untersuchungs- oder Nachbehandlungsplan.