Bei der Kalkschulter lagern sich Kalkdepots in Sehnen der Rotatorenmanschette ab. Sie können unbemerkt bleiben, aber auch starke Schmerzen verursachen. Besonders während einer Auflösungsphase kann die Schulter sehr empfindlich sein.
Woran kann man es erkennen?
- Plötzlich starke Schmerzen, häufig auch in Ruhe
- Schmerzhaftes Anheben des Arms
- Nächtliche Beschwerden und empfindliche Seitenlage
Wie wird die Ursache geklärt?
Röntgen und Ultraschall zeigen Lage und Beschaffenheit eines Kalkdepots. Gleichzeitig wird untersucht, ob die Beschwerden tatsächlich vom Kalk oder von einer anderen Struktur ausgehen.
Was hilft ohne Operation?
Je nach Phase helfen angepasste Schmerzbehandlung, kurzfristige Entlastung und anschließend Bewegungstherapie. Eine gezielte Infiltration kann eine begleitende Schleimbeutelentzündung lindern. Stoßwellentherapie ist eine mögliche Option. Ultraschallgestützte Nadelbehandlung/Barbotage wird zurückhaltend und nach Aufklärung angeboten: Ihr zusätzlicher Nutzen ist in Studien nicht durchgehend bestätigt.
Wann kommt eine Operation infrage?
Eine arthroskopische Kalkentfernung kommt bei anhaltenden, relevanten Beschwerden trotz angemessener konservativer Behandlung infrage. Ob zusätzlich eine Sehnennaht nötig ist, hängt vom verbleibenden Sehnendefekt ab.
Was bedeutet das für die Zeit danach?
Ohne Sehnennaht ist meist eine frühe schmerzadaptierte Bewegung möglich. Wird die Sehne genäht, gilt der deutlich längere Schutzplan einer Rotatorenmanschettenrekonstruktion.
Passende Nachbehandlung ansehenMedizinische Orientierung: Schulthess Klinik · Charité · BMJ / Moosmayer et al. (2023). Inhaltlich aktualisiert: 16.10.2026. Quellen und Einordnung. Diese Informationen ersetzen keinen persönlichen Untersuchungs- oder Nachbehandlungsplan.