Nachbehandlung · Orientierungsplan
Nach einer Frakturversorgung
Oberarmkopf, Schlüsselbein und Schulterblatt: Der konkrete Bruch bestimmt die Rehabilitation.
Schritt für Schritt zurück in den Alltag.
Stabilität sichern
Schlinge, Wundversorgung und Schmerztherapie nach Entlassungsplan. Begleitende Nerven- oder Sehnenverletzungen beachten.
Gezielt mobilisieren
Bewegungsumfang anhand der Stabilität und Bildgebung erweitern. Erlaubte Bewegung bedeutet noch keine Belastungsfreigabe.
Lasten aufbauen
Heben, Tragen und Stützen erst entsprechend der ärztlich bestätigten Belastbarkeit steigern.
Alltag, Arbeit & Sport
Anforderungen individuell prüfen. Bei Fragilitätsfrakturen auch Knochengesundheit und Sturzrisiko abklären.
Arbeit, Bewegung & Alltag
| Bereich | Was Sie einplanen sollten |
|---|---|
| Mobilisierung | Passive Bewegung erfolgt ohne aktive Schulterarbeit, assistierte Bewegung mit Unterstützung. Aktive Bewegung bedeutet eigenen Muskeleinsatz. Welche Form erlaubt ist, steht im persönlichen Plan. |
| Körperliche Arbeit | Der Zeitpunkt hängt von Knochenheilung, Operationsverfahren und Tätigkeit ab. Für schwere Arbeit ist häufig eine mehrmonatige Rehabilitation einzuplanen. |
| Sport | Sport mit Sturz- oder Kontaktrisiko erst nach gesicherter Heilung und ausreichender Funktion. |
| Autofahren | Erst ohne Orthese, ohne beeinträchtigende Medikamente und wenn Sie Lenken, Schalten und Notmanöver sicher beherrschen. Den Zeitpunkt bei der Kontrolle besprechen; es gibt keinen automatischen Freigabetag. |
| Schlafen & Alltag | Arm nach Anleitung unterstützen und Entlastungspositionen nutzen. Hilfe bei Anziehen, Haushalt und Kinderbetreuung vorab organisieren. Nicht auf dem operierten Arm abstützen, solange dies nicht freigegeben ist. |
Medizinische Orientierung: Schulthess Klinik · Universitätsklinikum Heidelberg. Inhaltlich aktualisiert: 16.10.2026. Quellen und Einordnung. Diese Informationen ersetzen keinen persönlichen Untersuchungs- oder Nachbehandlungsplan.