Bei der Omarthrose wird der Knorpel im Schultergelenk zunehmend abgebaut. Schmerzen und Bewegungsverlust können alltägliche Tätigkeiten wie Anziehen, Körperpflege oder Schlafen erschweren. Behandelt wird der Mensch mit seinen Beschwerden, nicht allein das Röntgenbild.
Woran kann man es erkennen?
- Tiefe Gelenkschmerzen bei Belastung und später in Ruhe
- Zunehmende Bewegungseinschränkung
- Reiben oder Knirschen im Gelenk
Wie wird die Ursache geklärt?
Röntgenaufnahmen zeigen Gelenkspalt und Knochenveränderungen. Vor einer Prothese werden auch Rotatorenmanschette und Knochenangebot beurteilt; gegebenenfalls ist eine CT-basierte Planung sinnvoll.
Was hilft ohne Operation?
Angepasste Aktivität, Physiotherapie zum Erhalt der Beweglichkeit und individuell verträgliche Schmerzmittel können Beschwerden lindern. Infiltrationen werden nach Nutzen-Risiko-Abwägung eingesetzt. Sie stellen verbrauchten Gelenkknorpel nicht wieder her.
Wann kommt eine Operation infrage?
Bei anhaltendem Leidensdruck kann ein künstliches Schultergelenk sinnvoll sein. Eine anatomische Prothese setzt meist eine funktionsfähige Rotatorenmanschette voraus. Eine inverse Prothese verändert die Gelenkmechanik und wird unter anderem bei nicht ausreichend funktionsfähiger Manschette oder komplexen Befunden eingesetzt.
Was bedeutet das für die Zeit danach?
Der Nachbehandlungsplan richtet sich nach Prothesentyp, Sehnenbehandlung und Knochenqualität. Frühe angeleitete Bewegung wird mit dem Schutz der operierten Strukturen kombiniert. Die Rehabilitation dauert mehrere Monate.
Passende Nachbehandlung ansehenMedizinische Orientierung: Schulthess Klinik · Universitätsklinik Balgrist. Inhaltlich aktualisiert: 16.10.2026. Quellen und Einordnung. Diese Informationen ersetzen keinen persönlichen Untersuchungs- oder Nachbehandlungsplan.