Nach einem Sturz können der Oberarmkopf, das Schlüsselbein oder seltener das Schulterblatt brechen. Ziel der Behandlung ist eine möglichst belastbare, bewegliche Schulter. Nicht jeder Bruch benötigt eine Operation.
Woran kann man es erkennen?
- Akute Schmerzen und Bewegungseinschränkung nach Unfall
- Schwellung und Bluterguss
- Gelegentlich sichtbare Fehlstellung
Wie wird die Ursache geklärt?
Röntgenaufnahmen bilden die Grundlage. Bei komplexen Brüchen kann ein CT die Planung ergänzen. Durchblutung, Nervenfunktion, Knochenqualität und Begleitverletzungen werden kontrolliert.
Was hilft ohne Operation?
Stabile oder wenig verschobene Frakturen können häufig ohne Operation behandelt werden. Eine vorübergehende Schlinge, angepasste Schmerztherapie sowie kontrollierte Mobilisation und Verlaufskontrollen gehören dazu.
Wann kommt eine Operation infrage?
Bei entsprechender Indikation werden Bruchstücke mit Platte, Schrauben oder einem Nagel stabilisiert. Für ausgewählte komplexe Oberarmkopfbrüche kann eine inverse Schulterprothese sinnvoll sein. Die Entscheidung berücksichtigt Bruchform, Alter, Knochenqualität und funktionellen Anspruch.
Was bedeutet das für die Zeit danach?
Mobilisation und Belastung hängen besonders von Bruchform, Stabilität der Versorgung und radiologischer Heilung ab. Ein allgemeiner Kalender ersetzt hier keine Verlaufskontrollen. Bei einer Prothese nach Fraktur kann ein längerer Schutz notwendig sein als bei einer Arthroseoperation.
Passende Nachbehandlung ansehenMedizinische Orientierung: Schulthess Klinik · Universitätsklinikum Heidelberg. Inhaltlich aktualisiert: 16.10.2026. Quellen und Einordnung. Diese Informationen ersetzen keinen persönlichen Untersuchungs- oder Nachbehandlungsplan.